Erlangen – Am Mittwoch, den 24. September 2008, von 16.00 bis 18.00 Uhr
feiert die Neurologische Tagesklinik im Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am Klinikum am Europakanal ihr 20jähriges Bestehen.
Aus diesem Anlass lädt Chefarzt PD Dr. Frank-M. Reinhardt zu einer Fest- und
Fortbildungsveranstaltung ein. Hierzu werden der Vorstand der Bezirkskliniken
Werner Siemon sowie Dr. Hans Neft vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen erwartet. 87 Gäste haben sich bisher angemeldet. In den Festreden werden Dr. Theodor R. von Stockert, ehemaliger Chefarzt in Erlangen, auf die Entstehung der Tagesklinik
zurückblicken, sowie Prof. Dr. Wolfgang Fries, Neurologe aus München,
die Bedeutung der nachstationären neurologische Rehabilitation, die in der
Tagesklinik angeboten wird, hervorheben.
Die neurologische Tagesklinik am Klinikum am Europakanal besteht seit 1988 und verfügt über 15 Therapieplätze für Patienten mit neurologischen
Erkrankungen wie zum Beispiel Schlaganfall, Schädel-Hirntrauma, Multiple
Sklerose, Parkinson, nach Hirnoperationen. Je nach individuellem Bedarf
werden Patienten meist zwei oder drei Tage pro Woche behandelt. Die Patienten haben so Zeit, Gelerntes zu Hause anzuwenden und sich im Alltag zu
bewähren.
Typische Behandlungsziele sind die Erweiterung der Selbstständigkeit durch
Verbesserung alltags- und berufsrelevanter Fähigkeiten, die Integration in
das private Umfeld und, wenn möglich, berufliche Wiedereingliederung sowie
die psychische Bewältigung der Krankheitsfolgen.Bei nicht wiederherstellbaren
Funktionsausfällen lernen die Patienten, mit den Einschränkungen umzugehen,
sie zum Beispiel durch Hilfsmittel auszugleichen oder das Umfeld entsprechend anzupassen. Bei Bedarf werden die die Angehörigen in die Therapie einbezogen, zum Beispiel durch praktische Anleitung bei schweren motorischen oder sprachlichen Einschränkungen.
