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Klinikum am Europakanal >
Baustart für Erweiterung der Intensivrehabilitation des Klinikums am Europakanal
11.10.2011

Vernetzung der Bezirkskliniken Mittelfranken und des Universitätsklinikums Erlangen der Versorgung insbesondere von Schlaganfallpatienten wird weiter verbessert.

Gemeinsame Pressemeldung der Bezirkskliniken Mittelfranken und des Universitätsklinikums Erlangen

Erlangen – Sechs zusätzliche Intensivbetten werden im Zentrum für Neurologie und Rehabilitation des Klinikums am Europakanal eingerichtet. Die Bauarbeiten für die Vergrößerung der Intensivstation haben bereits begonnen. Mit zukünftig 10 Intensivbetten mit Monitorüberwachung und Beatmungsplätzen wird die Versorgung von Schlaganfallpatienten im Ballungsraum auf dem Gebiet der Frührehabilitation zur Versorgung schwer Schädel-Hirn- Verletzter und Schlaganfallpatienten weiter verbessert.

Seit März 2010 besteht eine intensive Zusammenarbeit und Vernetzung der Bezirkskliniken Mittelfranken mit dem Universitätsklinikum Erlangen zur Versorgung von schwer Schädel-Hirn-Verletzten und Schlaganfallpatienten in der Region. Patienten werden seither zunächst in das Universitätsklinikums Erlangen gebracht, wo sie in der Notaufnahme bzw. der Schlaganfallstation („Stroke Unit“) und in besonders schweren Fällen auch auf den Intensivstationen akut versorgt werden. Bereits wenige Tage später kann die Frührehabilitation beginnen, um Spätfolgen möglichst zu vermeiden oder zu mindern. Weiter behandelt und betreut werden Rehabilitationspatienten im Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation (ZNR) des Klinikums am Europakanal. 

Mit täglich mehr als 200 Todesfällen ist allein der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und anderen Industrienationen. „Mit dem Ausbau unseres Zentrums werden wir dem hohen Versorgungsbedarf besser gerecht“, erklärt Privatdozent Dr. Frank Reinhardt, Chefarzt des Zentrums für Neurologie und Neurologische Rehabilitation des Klinikums am Europakanal. „Damit tragen wir dazu bei, dass die Betroffenen weniger unter den Folgen eines Schlaganfalls zu leiden haben. Denn frühstmögliche Reha-Maßnahmen sind äußerst wichtig, um beeinträchtigte Hirnfunktionen wiederherzustellen oder gestörte Fähigkeiten wieder einzuüben.“ Die enge Verzahnung zwischen Akutbehandlung am Uni-Klinikum Erlangen und der Frühreha im Klinikum am Europakanal hat sich nach Ansicht von Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Schwab, Direktor der Neurologischen Klinik am Uni-Klinikum, bereits in den ersten Monaten bewährt: „Unsere Patienten können von der raschen Weiterbetreuung in einem umfassenden Therapiekonzept in jedem Fall profitieren.“

Ein weiterer Ausbau der Intensivstation des Klinikums am Europakanal auf insgesamt 18 Betten ist spätestens für das Jahr 2014 geplant.