Erlangen – Vor wenigen Wochen unterschrieben der Vorstand der Bezirkskliniken Mittelfranken, Werner Siemon, und der Vorstand der Gesellschaft
zur Förderung der Arbeit GGFA – Erlangen, Friedrich Müller, einen Kooperationsvertrag, der die beruflichen Wiedereingliederungschancen für ALG II Bezieher verbessern soll. Künftig wird damit die psychiatrische Versorgung
sowie die Möglichkeit zur Krisenintervention von akut erkrankten Menschen, die durch die GGFA betreut werden, sichergestellt werden.
Dr. Andreas Ahnert, Oberarzt und Leiter der Institutsambulanz, ist der Meinung,
dass die Vernetzung mit der GGFA sich mit dem Anspruch deckt, gemeindenahe
Psychiatrie anzubieten. Er hofft, dass durch die vereinbarte Zusammenarbeit die beruflichen Wiedereingliederungschancen für ALG II Bezieher verbessert werden.
Es kommt immer häufiger vor, dass unfreiwillige, länger andauernde Arbeitslosigkeit eine erhebliche psychische Belastung zur Folge haben kann. Auch verbirgt sich oft hinter dem Verlust des Arbeitsplatzes eine unerkannte oder eine unbehandelte psychische Erkrankung. Genau hier setzt die Zusammenarbeit der beiden Kooperationspartner an: Eine spezifische Eingliederungsstrategie kann gemeinsam von Betroffenen, GGFA-Fallmanagern und Therapeuten der Institutsambulanz des Klinikums am Europakanal geplant
und durchgeführt werden. Zudem werden stützende Einzel- und Gruppengespräche angeboten. Auch sind im Bedarfsfall weitere Maßnahmen möglich, wie beispielsweise arbeits- und beschäftigungstherapeutische Angebote zur Erprobung und Stabilisierung vor der Aufnahme einer neuen Beschäftigung nach längerer Arbeitslosigkeit.
Ansprechpartner GGFA AöR Friedrich Müller 09131-92001111
Ansprechpartner Bezirkskliniken Mittelfranken Dr. Ariane Peine 0981-4653-3005
