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Klinikum am Europakanal >
Sonderpreis für Ausstellung „Approbationsentzug 1938“
15.04.2011

Die Ausstellung ‚Fegt alle hinweg – Approbationsentzug 1938’, die im Sommer vergangenen Jahres im Bezirksklinikum Ansbach die Schicksale jüdischer Ärzte aus Ansbach, München, Nürnberg und Fürth zeigte, hat einen Sonderpreis erhalten. Verliehen wurde dieser Preis an einen der Initiatoren, Dr. Hansjörg Ebell, wegen des beispielhaften Bemühens, zum 70. Jahrestag des Approbationsentzugs aller jüdischen Ärztinnen und Ärzte die Erinnerung an deren Ausgrenzung mit einem Ausstellungsprojekt wach zu halten. Die Bezirkskliniken Mittelfranken beteiligten sich an diesem Projekt, indem sie die Lebenswege der drei in Ansbach tätigen jüdischen Ärzte, Dr. Berthold Daniels, Dr. Arnold Loevy und Dr. Elsbeth Wolf-Jacob, erforschten. Die Ausstellung, inzwischen noch ergänzt um drei Tafeln mit Lebensgeschichten von Augsburger jüdischen Ärzten, ist vom 24. März bis zum 29. April 2011 im Haus der Bundesärztekammer in Berlin-Tiergarten zu besichtigen.

In der Berliner Synagoge würdigten am 23. März 2011 das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung die diesjährigen Preisträger, die sich mit der Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen.