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Südkoreanische Expertenkommission informiert sich in der Klinik für Forensische Psychiatrie
20.09.2010
Von links: Yoon Woong Jang, Direktor der Bewährungshilfe von Südkorea, Dr. Joachim Nitschke, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie des Bezirksklinikums Ansbach, Yu Hee Jeong, Psychologin der südkoreanischen Bewährungshilfe

Südkoreanische Expertenkommission informiert sich in der Klinik für Forensische Psychiatrie des Bezirksklinikums Ansbach über die Behandlung von Sexualstraftätern

Ansbach – Eine südkoreanische Expertendelegation hat sich am 09. September 2010 zu einem Informationsaustausch mit Fachleuten der Klinik für Forensische Psychiatrie des Bezirksklinikums Ansbach getroffen, um sich über die psychotherapeutische und medikamentöse Behandlung von Sexualstraftätern zu informieren.
Sexualstraftäter, die sich in Deutschland im Maßregelvollzug befinden, erhalten immer auch eine gerichtlich verordnete Therapie. Gerade für die Behandlung von Sexualstraftätern sind dabei in den vergangenen Jahren durch die Einführung spezieller Therapiekonzepte erhebliche Fortschritte erzielt worden. Ziel jeglicher Therapie von Sexualstraftätern ist es, das Rückfallrisiko zu senken.
Im Rahmen seines Besuches informierte sich der Direktor der Bewährungshilfe von Südkorea Yoon Woong Jang in Begleitung zweier in der Bewährungshilfe Südkoreas tätigen Psychologinnen über die am Bezirksklinikum Ansbach angewandten Therapien für Sexualstraftäter. „Südkorea plant entlassene Sexualstraftäter psychotherapeutisch und medikamentös zu behandeln und unsere Therapien zu implementieren“ sagte der Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie, Dr. Joachim Nitschke. Die Delegation habe sich deshalb insbesondere für therapeutische Verfahren, Rahmenbedingungen einer Therapie im Maßregelvollzug und prognostische Aspekte in der Behandlung von Sexualstraftätern interessiert. “Der Austausch mit der südkoreanischen Delegation ist ein positives Beispiel für internationales Engagement. Ich freue mich über die Zusammenarbeit und hoffe, dass wir wertvolle Anstöße geben konnten“, so Chefarzt Dr. Joachim Nitschke weiter.