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Weichenstellung für Neurologie
30.11.2010

Gemeinsame Presseerklärung der Bezirkskliniken Mittelfranken und des Klinikums Ansbach vom 30.11.2010

Die Verwaltungsräte des Klinikums Ansbach und der Bezirkskliniken Mittelfranken haben eine politische Rahmenvereinbarung zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in der Stadt und im Landkreis Ansbach verabschiedet. Beraten und vereinbart wurde dieses Konsenspapier von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Landrat Rudolf Schwemmbauer, Oberbürgermeisterin Carda Seidel sowie den Vorständen Dr. Andreas Goepfert, Jürgen Matschke und Werner Siemon.

Ziel der Rahmenvereinbarung war es, die neurologische Versorgung für Westmittelfranken in einer klaren Struktur neu zu bündeln und gleichzeitig zukunftsweisende Angebote für die Altersmedizin zu schaffen, die durch die demografische Entwicklung vor neue Herausforderungen gestellt wird.

Die Rahmenvereinbarung umfasst drei Schritte, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

In einem ersten Schritt soll die akutneurologische Versorgung, die bisher am Bezirksklinikum Ansbach stattfand, in einer Hauptabteilung für Neurologie am Klinikum Ansbach neu etabliert werden. Die Neurologie bleibt dabei weiterhin in Trägerschaft des Bezirksklinikums Ansbach, soll aber Anfang 2011 ans Klinikum Ansbach umziehen. Die Schmerztherapie bleibt zunächst am Bezirksklinikum Ansbach. Die ärztliche Leitung der Neurologie, der Schmerztherapie und der Schlaganfalleinheit, die bereits vor einigen Jahren ans Klinikum wechselte, hat Chefarzt Dr. Roland Gerlach inne, der seit 1.10.2010 der Klinik für Neurologie am Bezirksklinikum Ansbach vorsteht.

In einem weiteren Schritt soll der Trägerwechsel für die Klinik für Neurologie vom Bezirksklinikum Ansbach zum Klinikum Ansbach vollzogen werden. Dieser Wechsel ist spätestens zum Jahreswechsel 2013/2014 vorgesehen.

Voraussetzung für diesen Trägerwechsel ist die Schaffung einer Gesellschaft für Altersmedizin in der Trägerschaft des Bezirksklinikums Ansbach in der folgende Fachbereiche miteinander verzahnt werden: die geriatrische Rehabilitation, die Gerontopsychiatrie, die Geriatrie und die Neurologie. Die Umsetzungsvorbereitungen hierzu sollen im Jahr 2013 abgeschlossen werden.

Für die Umsetzung dieser politischen Rahmenvereinbarung finden bereits Gespräche zwischen dem Klinikum und dem Bezirksklinikum statt, die viele rechtliche, finanzielle und organisatorische Details zum Thema haben.

Alle Verantwortlichen drücken ihre Zufriedenheit mit dieser Rahmenvereinbarung aus, durch die eine deutliche Verbesserung der Versorgungssituation für neurologische Patienten im Speziellen sowie für betagte Patienten im Allgemeinen erreicht werden kann.